Die Wahrheit – wer kennt sie?

Gebe ich bei Google in der Suchleiste das Wort «Wahrheit» ein, so wird mir folgende Erklärung gezeigt: 1a. das Wahrsein; die Übereinstimmung einer Aussage mit der Sache, über die sie gemacht wird; Richtigkeit – «die Wahrheit einer Aussage, einer Behauptung anzweifeln» 1b. wirklicher, wahrer Sachverhalt, Tatbestand – «die ganze, halbe, lautere, nackte, reine, volle Wahrheit». Das sagt Google dazu. Wie meine Meinung zum Thema Wahrheit ist, darauf möchte ich in meiner heutigen Kolumne eingehen. Ich bin nämlich der Ansicht, dass man es seit geraumer Zeit nicht mehr allzu genau nimmt mit der Wahrheit.

Es gibt deine Wahrheit, meine Wahrheit und dann gibt es einfach noch «die Wahrheit».

Jesus, so glauben zumindest Christen, ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Martin Luther sagte bezüglich dieser Bibelstelle aus dem Johannes-Evangelium einmal: «Die Welt will betrügen oder betrogen werden, darum hat die Welt mit der Wahrheit nichts zu schaffen.»

Neulich habe ich während eines Spaziergangs durch den Wald einen Vortrag von Udo Ulfkotte (geb. 20. Januar 1960 bis † 13. Januar 2017) aus dem Jahre 2015 angehört. Gebannt habe ich seinen Erzählungen über seine Erfahrungen im Journalismus angehört und ich habe ihm jedes Wort geglaubt. Für mich gab es keinen Grund, seine Schilderungen anzuzweifeln. Ich war beeindruckt von seiner Redegewandtheit und seiner charakterlichen Stärke, eigene Fehler einzuräumen. Die meisten Menschen können dies nämlich nicht. Und mit seinen Schilderungen hörte ich erstmals sozusagen aus erster Hand, wie Berichterstattung erlogen und erstunken sein kann und folglich leider auch, wie bestechlich viele Journalisten sind. Damit will ich nicht sagen, dass alle Journalisten bestechlich sind.

Von meinem Spaziergang wieder zu Hause angekommen, habe ich über den ehemaligen Journalisten Udo Ulfkotte recherchiert. Ich wollte wissen, wer dieser Mann war und ich kam zu einem für mich erschreckenden Ergebnis: laut dem deutschen Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL ist Ulfkotte nämlich ein Verschwörungstheoretiker. Da sass ich also und wusste sogleich nicht mehr, was ich glauben sollte. Bei solchen Unsicherheiten denke ich mir dann aber, dass man seiner Intuition folgen sollte. Nach Abwägung der einem bekannten Tatsachen und natürlich persönlichen Erfahrungen weiss man meist, welcher These man schlussendlich Glauben schenken möchte.

Mit untenstehendem Link können sich Interessierte ein eigenes Bild über Ulfkottes Wahrheit und die Meinung des Spiegels machen:

Mehr dazu in diesem Video.

Zum Thema Wahrheit spricht mich besonders auch ein Zitat von Søren Kierkegaard an: «Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Ansicht falsch ist. Menschen, die recht haben, stehen meistens allein.» Genau so stand auch Udo Ulfkotte allein da. Er hat nämlich versucht, ein System zu Fall zu bringen, dass schon viele Jahrzehnte erfolgreich funktioniert. Bestechliche Journalisten, haben ein gewichtiges Interesse, Ulfkotte als Spinner abzustempeln, denn sie müssten ja sonst um ihren Ruf und um ihre Karriere fürchten. Ich habe den Eindruck, dass man beim Lesen des Artikels im SPIEGEL genau das herausspürt. Aber das ist nur mein Empfinden – meine Schlüsse – meine Wahrheit.

Betrachte ich das aktuelle Weltgeschehen frage ich mich schon, warum so viele Menschen nicht merken, wie entwurzelt wir werden. Wir leben in einem christlich geprägten Land, aber wir verlieren geradezu im Eiltempo unser ganzes Qulturerbe. Wer kennt eigentlich noch DIE Wahrheit? Sind es unsere Politiker? Oder vielleicht die Ärzte? Und wenn ja, welche Wahrheit ist die wirklich wahre? Hat die Mehrheit in Wahrheit immer Recht? Die Geschichte lehrt uns im Grunde genommen etwas anderes – aber vielleicht ist ja die Geschichte eben auch nicht wahr. Wovon ich jedoch überzeugt bin: eines Tages wird die Wahrheit auch darüber ans Licht kommen. Es braucht einfach seine Zeit und diese dauert manchmal etwas länger als uns lieb ist.

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