Ich will leben

Ihr werdet in diesem Artikel vergeblich nach dem allgegenwärtigen C-Wort suchen, denn es hat im letzten Jahr und leider auch schon wieder im neuen Jahr viel zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Mir reicht’s! Ich will leben und dazu gehört auch sterben. Lieber sterbe ich «jung», aber mit einem selbstbestimmten und erfüllten Leben, als dass ich jemals ein JA zu diesen fragwürdigen Massnahmen geben werde, die seit Monaten verhängt werden. Sie werden uns regelrecht aufgezwungen und das Volk macht brav mit.

Leben wird nicht gemessen an der Zahl von Atemzügen, die wir nehmen; sondern an den Momenten, die uns den Atem nehmen.
Maya Angelou

Als vor ein paar Wochen auch eine mir nahestehende Person mit 4-fachem Risiko am Virus erkrankte, rechnete ich mit dem Schlimmsten. Erfreulicherweise verlief die Krankheit aber auch da sehr mild. Seitdem blinken bei mir noch mehr Fragezeichen als zuvor, denn Tatsache ist, dass der Virus für die meisten Menschen keine grosse Bedrohung ist. Trotzdem wird seit einem Jahr viel Aufhebens drum gemacht und noch mehr Angst geschürt. Während alle «dieses eine Prozent» zu schützen versuchen, was übrigens unmöglich ist, weil auch Götter in Weiss den Tod, wenn er dann kommt, nicht verhindern können, wird so momentan viel mehr Kummer und Leid über die Bevölkerung gebracht, als ich es je für möglich gehalten hätte. Es ist leider nichts Neues: Geld regiert die Welt und das überall. Sogar ein Spital muss gewinnbringend geführt werden und ist heutzutage in erster Linie nicht mehr als reines Hilfswerk gedacht. Unglaublich, wie ein Virus von allem Übel ablenken kann und zum Übeltäter für alles gemacht wird. Da fällt mir schlichtweg nur ein Wort ein: Wahnsinn!

Eine liebe Familie, eine erfüllte Paarbeziehung, gute Freunde, spannende Hobbies sind das Nonplusultra im Leben eines jeden. Der Mensch braucht soziale Kontakte und neben der Arbeit auch noch ein bisschen Spass. Die Politik aber versucht seit vielen Monaten genau dies zu unterbinden, doch es wird ihr niemals gänzlich gelingen. Für mich geht das in Richtung naives, ja kindliches Denken. Überhaupt passieren viele Dinge, die komplett unsinnig sind und doch werden sie gebilligt. Es geht uns noch zu gut, ist ja auch schön zu wissen. Nur: Wie lange noch? Das möchte ich lieber nicht wissen… Erst wenn wir nichts mehr haben, haben wir auch nichts mehr zu verlieren. Müssen wir es denn wirklich soweit kommen lassen?

Vielleicht kennt Ihr den weltbekannten Film «Ist das Leben nicht schön?». Meine Familie und ich schauen diesen Klassiker jedes Jahr. George, so heisst der Protagonist, hat ein grosses Problem, und Ihr werdet es nicht glauben, aber es ging damals, im Jahr 1946 in welchem der Film spielt, schon ums Geld! Jedenfalls ist George tot mehr wert als lebendig, denn er besitzt eine Lebenspolice, die bei seinem Tod viel Geld einbringen würde. In seiner Not weiss er leider nichts Besseres, als sich das Leben zu nehmen. Bevor dies aber geschieht, kommt ihm ein Engel zur Rettung und ermöglicht George die Sicht auf ein Leben ohne ihn. Als er begreift, was dies bedeutet, zum Beispiel, dass es seine Kinder gar nicht gäbe, möchte er sein Leben zurück. Er ruft Clarence, den Engel, um Hilfe und bittet ihn inständig darum, ihm sein Leben zurückzugeben, und zwar genauso wie es war. Wer den Clip zu Ende schaut, wird sehen, dass sich Probleme oft von ganz alleine lösen, wenn man gute Freunde und Familie an seiner Seite hat. Das ist das Wichtigste.

George will leben! Was willst du?

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